Jugendhilfe für 14- bis 18-Jährige

Angeschubst: Starthilfe für Jugendliche

Starthilfe für deinen nächsten Schritt.

Manchmal braucht es einen verlässlichen Menschen an der Seite, damit der nächste Schritt wieder möglich wird. Angeschubst erklärt, wie Starthilfe für Jugendliche in der Jugendhilfe aussehen kann und wie der Weg dorthin beginnt.

Unterbringung im Raum Bonn und Ahrweiler · Anfragen aus ganz Deutschland

Ein Jugendlicher und ein erwachsener Begleiter gehen im Grünen nebeneinander und unterhalten sich

Ein Impuls. Ein neuer Anfang.

Starthilfe, die Raum lässt.

Angeschubst ist ein Informationsprojekt der Wayve Jugendhilfe GmbH. Hier geht es um Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die gerade an einem Punkt stehen, an dem es allein nicht gut weitergeht. Wir erklären in verständlicher Sprache, welche Unterstützung die Jugendhilfe möglich macht, wer darüber entscheidet und welche individuelle Betreuung Wayve als Träger anbietet.

Was der Name meint

Angeschubst steht für einen freundlichen Impuls. Niemand wird geschoben, gedrängt oder in eine Richtung gezwungen. Gemeint ist das was viele aus dem eigenen Leben kennen: Jemand traut einem etwas zu, hört zu und hilft beim Losgehen. Den Weg selbst geht der junge Mensch. Die Begleitung sorgt dafür, dass er dabei nicht allein ist und dass der Rahmen trägt, wenn es einmal holpert.

Wann Starthilfe sinnvoll sein kann

Situationen, in denen ein neuer Rahmen helfen kann

Hinter jeder Anfrage steht eine eigene Geschichte. Trotzdem tauchen manche Situationen immer wieder auf. Sie sind kein Urteil über einen jungen Menschen, sondern ein Hinweis darauf, dass der bisherige Rahmen im Moment nicht mehr trägt.

  • Die Schule ist seit Wochen kein Ort mehr, an den der oder die Jugendliche gehen kann. Gespräche darüber enden im Streit oder im Schweigen.
  • Mehrere Hilfen haben begonnen und wieder aufgehört. Mit jedem Wechsel fällt es schwerer, neuen Erwachsenen zu vertrauen.
  • Zuhause ist es dauerhaft angespannt obwohl sich alle Beteiligten Mühe geben. Etwas Abstand kann dann für alle entlastend sein.
  • In einer Gruppe mit vielen Mitbewohnern und wechselnden Ansprechpersonen findet jemand keinen Halt und braucht mehr Ruhe.
  • Ein junger Mensch wünscht sich mehr Eigenständigkeit, hat aber noch wenig Übung darin, den Alltag selbst zu organisieren.

Ob in solchen Lagen eine Hilfe zur Erziehung in Frage kommt entscheidet nicht diese Website. Das klärt das zuständige Jugendamt gemeinsam mit dem jungen Menschen und den Sorgeberechtigten. Wie Zuständigkeiten und Abläufe im allgemeinen geregelt sind, zeigt der Ratgeber Jugendhilfe einfach verstehen.

Grundhaltung

Wie Begleitung gemeint ist

Gute Begleitung beginnt nicht mit einem Programm, sondern mit einer Beziehung. Vier Gedanken prägen die Arbeit, die auf dieser Website beschrieben wird.

  • Beziehung

    Vertrauen entsteht durch Zeit, Ehrlichkeit und Menschen, die bleiben. Darauf baut alles Weitere auf.

  • Verlässlichkeit

    Klare Absprachen, vertraute Ansprechpersonen und ein Tagesablauf, auf den man sich verlassen kann.

  • Orientierung

    Gemeinsam herausfinden, was als Nächstes dran ist. In Schritten, die wirklich zu schaffen sind.

  • Eigenständigkeit

    Stärken entdecken, Verantwortung übernehmen und das eigene Leben Stück für Stück selbst gestalten.

Das klingt einfach und ist im Alltag oft echte Arbeit. Rückschritte gehören dazu, denn Entwicklung verläuft selten in einer geraden Linie. Niemand kann ein bestimmtes Ergebnis versprechen. Was sich zusagen lässt, ist eine Haltung: junge Menschen ernst nehmen, ihnen etwas zutrauen und auch in schwierigen Phasen im Gespräch bleiben.

Unterstützung im Überblick

Unterstützung, die zum Leben passt.

Wayve begleitet Jugendliche mit hohem pädagogischem Unterstützungsbedarf in einem individuellen Rahmen. Drei Themen stehen dabei oft im Mittelpunkt.

Eine Jugendliche schreibt in ein Heft, eine erwachsene Begleiterin sitzt daneben

Schule & Alltag

Struktur finden, Belastungen verstehen und Schritt für Schritt wieder ins Lernen kommen. Auch eine Schulbegleitung kann ein Baustein sein.

Hilfe bei Schulverweigerung
Ein Jugendlicher und ein Betreuer bereiten in der Küche gemeinsam einen Salat zu

Selbstständig werden

Kochen, einkaufen, Termine halten, mit Geld umgehen. Alltag üben, Verantwortung übernehmen und eigene Pläne entwickeln.

Verselbstständigung begleiten

Welche Form im Einzelfall passt, hängt vom Bedarf ab. Neben dem individuellen Einzelsetting gibt es in der Jugendhilfe viele andere Wege, etwa Wohngruppen oder ambulante Hilfen in der Familie. Worin sich das Leben in einer Gruppe vom Einzelsetting unterscheidet, erklärt der Ratgeber zur stationären Jugendhilfe.

Flusstal am Rhein mit bewaldeten Hängen und einem kleinen Ort am Ufer

Wo die Hilfe stattfindet

Betreuung in der Region, Anfragen aus ganz Deutschland

Die Betreuung findet im Raum Bonn und Ahrweiler statt, also dort, wo Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aneinandergrenzen. Anfragen können Jugendämter aus dem gesamten Bundesgebiet stellen. Das bedeutet nicht, dass es überall in Deutschland Wohneinheiten gibt. Wer aufgenommen wird lebt in der Region.

Für manche Jugendliche ist ein Ortswechsel hilfreich weil er Abstand zu belastenden Situationen schafft. Für andere sind die Nähe zur Familie, zu Freunden oder zur bisherigen Schule wichtiger. Beides wird vorab ehrlich besprochen. Mehr zur Region und zum Kennenlernen steht auf der Seite Jugendhilfe in Bonn und Ahrweiler.

Altersgruppe
Jugendliche von 14 bis 18 Jahren
Hilfebedarf
Individuell, bei hohem pädagogischem Unterstützungsbedarf
Unterbringung
Raum Bonn und Ahrweiler, an der Grenze von NRW und Rheinland-Pfalz
Anfragen
Aus ganz Deutschland über das zuständige Jugendamt

So beginnt eine Hilfe

Der Weg über das Jugendamt

Hilfen zur Erziehung werden nicht direkt bei einem Träger gebucht. Den Antrag stellen die Sorgeberechtigten beim Jugendamt, meist nach ersten Gesprächen mit der zuständigen Fachkraft. Das Jugendamt prüft den Bedarf und plant die Hilfe gemeinsam mit allen Beteiligten.

  1. Gespräch beim Jugendamt

    Familie, junger Mensch oder Schule wenden sich an das Jugendamt. Dort wird die Lage besprochen und geklärt, welche Unterstützung in Frage kommt.

  2. Anfrage an einen Träger

    Passt ein individuelles Setting, fragt die Fachkraft bei einem Träger an, zum Beispiel bei Wayve. Der Träger prüft, ob sein Angebot zur Situation passt.

  3. Kennenlernen und Hilfeplan

    Halten alle Seiten eine Zusammenarbeit für sinnvoll, lernen sich die Beteiligten kennen. Ziele und Absprachen werden im Hilfeplan festgehalten.

  4. Begleiten und überprüfen

    Die Hilfe wird regelmäßig gemeinsam überprüft. Ziele dürfen sich ändern, und auch der Rahmen kann angepasst werden.

Eine Aufnahme ist immer eine Einzelfallentscheidung. Bevor die Situation gemeinsam geprüft wurde, gibt es keine Zusage für einen Platz. Ein erstes Telefonat kann trotzdem schon viel klären: welche Informationen gebraucht werden, wie ein Kennenlernen abläuft und was als nächstes zu tun ist. Fachkräfte finden auf der Seite Hinweise für Jugendämter Themen für ein erstes Fachgespräch.

Ratgeber

Jugendhilfe verständlich erklärt.

Fachbegriffe, Zuständigkeiten, Abläufe: Vieles in der Jugendhilfe wirkt auf den ersten Blick kompliziert. Die Ratgeber erklären die wichtigsten Themen in klarer Sprache, ohne dass man etwas neues auswendig lernen muss.

Gut zu wissen

Fragen vor dem nächsten Schritt.

Für wen ist die Unterstützung gedacht?

Für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren mit hohem pädagogischem Unterstützungsbedarf, für die ein Leben in der Familie oder in einer Gruppe gerade nicht passt. Viele haben schon einiges erlebt, auch mit früheren Hilfen. Ob die Betreuung bei Wayve passt, wird immer im Einzelfall geprüft.

Wo findet die Unterbringung statt?

Im Raum Bonn und Ahrweiler. Genaue Standorte stehen aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Jugendlichen nicht auf dieser Website. Sie werden im Rahmen einer konkreten Anfrage besprochen.

Können Jugendämter bundesweit anfragen?

Ja, Anfragen sind aus ganz Deutschland möglich. Die Unterbringung erfolgt aber immer in der Region Bonn und Ahrweiler. Ob ein Ortswechsel im Einzelfall sinnvoll ist, gehört zu den Fragen, die vor einer Aufnahme gemeinsam geklärt werden.

Wie stelle ich eine Platzanfrage?

Über die Kontaktseite von Wayve oder telefonisch unter 0228 / 90 245 171. Auf Angeschubst selbst werden keine Daten abgefragt. Unterlagen mit persönlichen Angaben schicken Sie bitte erst, wenn Sie mit Wayve einen geeigneten Weg dafür abgesprochen haben. Des weiteren hilft es, vorab kurz zu notieren, welche Hilfen es bisher gab.

Ist Angeschubst eine eigene Einrichtung?

Nein. Angeschubst ist ein Informationsprojekt der Wayve Jugendhilfe GmbH und kein eigener Träger. Die beschriebenen Hilfen bietet Wayve an. Angeschubst erklärt Hintergründe und Abläufe, damit Familien, Jugendliche und Fachkräfte besser einschätzen können, was zu ihnen passt.

Angeschubst ist mit unentgeltlicher Unterstützung entstanden. Danke an die Digitalagentur bqo für Konzept und Suchmaschinenoptimierung und an VQO für die Sichtbarkeit in KI-Antworten.